Selbständig oder angestellt,         was ist besser?

Diese Frage beschäftigt Josef Altmann und ruft damit zur Blogparade auf.

Ich selbst kenne beide Seiten und nutze die Parade, um ein kleines Zwischenfazit zu ziehen. Gut finde ich Beides, doch durch meine Lebensumstände habe ich mich letztendlich für die Selbständigkeit entschieden. Sie gibt mir mehr Freiheit und Flexibilität.

Meine Erfahrungen als Angestellte

Ich habe eine Ausbildung als Bauzeichnerin absolviert. Dieser Beruf bereitete mir viel Freude. Später wechselte ich in den Anlagenbau, wo ich Häuser und Maschinen zeichnen konnte. Das war ein guter Übergang zum Maschinenbau, in dem ich bis zum Schluss blieb und mich dort zu Teilkonstrukteurin hoch arbeitete.

 

Wenn ich so zurück blicke, denke ich gerne daran. Die Arbeit machte mir Spaß. Ich habe sehr viel gelernt, vor allem, weil ich oft die Firmen wechselte. Überstunden schob ich freiwillig und gerne teilte ich meine Erfahrungen mit den neuen Kollegen. Irgendwie habe ich mir immer das Positive heraus gepickt.

 

Das Schöne war auch, dass ich wusste, am Ende des Monats war das Geld auf dem Konto. Egal, ob ich Urlaub hatte oder mal krank war. Finanziell gesehen, eine Sicherheit.

 

Nun klingt das hier alles nach Blümchenwelt, aber es gab auch negative Erfahrungen. Da war ein Chef, der Schwierigkeiten hatte, ruhig mit einem zu reden.

Ein anderer Chef, hatte kein Interesse daran, Aufträge zu bekommen. Und obwohl wir kaum Arbeit hatten, mussten wir die ganze Zeit so tun, als würden wir arbeiten. Das war sehr ätzend.

Wenn ich Fehler gemacht habe, dann kam ich mir oft klein vor. Die meisten Vorgesetzten waren nicht in der Lage sachlich zu bleiben und mir zu sagen, dass es nicht so schlimm ist und vorkommen kann.

 

Dass ich feste Arbeitszeiten hatte, war für mich damals als Singeline in Ordnung. Heute sieht das anders aus.

Der Weg in die Selbständigkeit

Bei der letzten Firma, für die ich arbeitete, bekam ich nur einen Jahresvertrag. Und wie es der Zufall so wollte, wurde ich in diesem Jahr schwanger. Ich bot meinem Chef an, von zu Hause aus weiter zu arbeiten, doch er lehnte ab. Damit war ich raus.

 

Kind 2 kam ein Jahr später und ich begab mich wieder auf die Suche nach Arbeit.

Es war schwierig, denn ich hatte kein Auto und konnte es mir ohne Arbeit nicht leisten. Ein Teufelskreis. Hinzu kam, dass mein Mann auf Montage arbeitete.

 

Also entschied ich, mich selbständig zu machen. Von zu Hause aus arbeiten und dabei flexibel bleiben. Ich eröffnete einen Internetshop, in dem ich Spielsachen verkaufen wollte. Also eher technische. Da gab es nur eines, was ich bis dahin nicht bedachte: Ich hatte keine Ahnung vom Verkaufen und schon gar kein Talent dafür. Das ging also den Bach herunter.

 

Mit Kind 3 schloss ich dann die Selbständigkeit ab. Ein Kind mehr, bedeutete noch größere Schwierigkeiten, einen Job zu bekommen. Also wieder der Versuch, über das Internet zu arbeiten. Ich fand Microjobs, bei denen ich vor allem Texte schreiben musste. Die Arbeit gefiel mir gut, auch wenn die Bezahlung mieserabel war.

 

Ich wurde süchtig, nach dem Schreiben. Also suchte ich weitere Jobs und konnte bald Ratgeberartikel für einen deutlich besseren Preis schreiben. Doch die Auftragslage verschlechterte sich und dann war auch schon Kind 4 auf dem Weg.

(Mir fällt gerade auf, dass die Kinder immer am Ende der Karriere kamen)

 

Auf dem Arbeitsmarkt wollte ich es nun gar nicht mehr versuchen. Über zehn Jahre bin ich nun aus meinem Beruf heraus. Vier Kinder, die ich immer noch überwiegend alleine betreue, davon eins mit Asperger-Syndrom. Ich sehe da meine Chancen in Bodennähe und müsste von vorne anfangen.

 

Aber beim Schreiben habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Habe gelernt, was SEO ist und wie man sich im Internet präsentiert. Außerdem hatte ich den Mut gefasst, ein Buch zu schreiben, eigene Blogs zu erstellen und auch auf diese Website bin ich sehr stolz.

 

Ich weiß, dass mein Weg hier nicht zu Ende ist. In meinem Kopf schwirren unzählige Ideen und es macht Spaß, sie umzusetzen. Ich arbeite für meinen Erfolg. Gut, die finazielle Seite ist noch stark verbesserungswürdig. Aber ich bin glücklich.

Was ist nun besser?

Zusammengefasst, finde ich beides gut.

 

Als Angestellte hatte ich meine Sicherheit. Das Geld war da und ich musste mir darüber keine Gedanken machen. Die Arbeit machte mir Spaß. Das finde ich sehr wichtig. Ohne Freude am Job, kann man den auch gleich an den Nagel hängen.

 

Mit der Veränderung meiner Lebenssituation, war die Entscheidung zur Selbständigkeit gut für mich. Ich bin flexibel und kann für meine Kinder da sein, so oft sie es brauchen. Ok, das Geld ist stark verringert. Aber lässt sich Geld gegen Glück aufwiegen?

 

Ich könnte mir nicht vorstellen, mit Kindern einen Vollzeitjob nachzugehen (Respekt an die Mütter, die das schaffen). Irgendwann spät nachmittags oder erst abends nach Hause kommen und dann noch die Bedürfnisse der Kinder erfüllen. Erschöpft ins Bett zu fallen und zu wissen, dass der ganze Stress am nächsten Tag weiter geht. Das wäre es mir nicht wert. Ich liebe die Freiheit und die Flexibilität.

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