Wer sind meine Vorbilder?

Tatjana stellt in ihrer Blogparade die Frage "Wer sind Deine Vorbilder?". Eine Frage, die ich gerne beantworte, auch wenn ich nie so feste Vorbilder hatte, dass ich mein ganzes Leben nach denen ausgerichtet hätte. Schließlich bin ich immer noch ich und möchte das auch bleiben.

Mein Vorbild aus der Kindheit

Als Kind hat man eigentlich viele Vorbilder, denn da orientiert man sich an Erwachsenen und Freunden, um zu verstehen, wie die Welt funktioniert und man sich richtig einfügt. So war es bei mir auch, aber auf eine Person schaute ich besonders:

 

Meine Oma. Sie war geduldig, lustig, klug, hatte immer ein offenes Ohr und sie war in der Lage, mir zu sagen, welche guten Eigenschaften ich habe. Und das tat sie auch und mir tat es gut.

Ich wusste, dass ich so werden wollte, wie sie und fühlte mich verbunden mit ihr.

 

Sie erzählte mir von ihrer Flucht, ihrer Schneiderlehre und alles, was sie so wusste. Ich hätte ihr stundenlang zuhören können.

Später haben wir uns die gleichen Sendungen im Fernsehen angesehen und gelesenes Wissen ausgetauscht.

 

Das Einzige, was ich schade fand, war dass sie so viel davon sprach, dass sie sterben möchte. Sie hatte ein sch... nicht so schönes Leben hinter sich und heute kann ich verstehen, dass sie schwer mit sich zu kämpfen hatte.

 

Leider ist meine Oma seit einigen Jahren tot und ich vermisse sie immer noch. Manchmal würde ich ihr gern etwas erzählen, sie etwas fragen oder einfach nur mit ihr plaudern. Oder ihr sagen, dass ich froh bin, dass ich sie als Oma hatte.

 

 

Mein Vorbild heute

Wenn ich heute von einem Vorbild spreche, ist das nicht vergleichbar mit meiner Kindheit. Da hatte ich mir gesagt, dass ich so werden will, wie sie.

Von meinen heutigem Vorbild sage ich: "Ich will das erreichen, was sie geschafft hat."

 

Mein heutiges Vorbild ist J. K. Rowling. Vielleicht ein hochgestecktes Ziel, doch ich bewundere sie. Ich bewundere, dass sie in ihrer Not und mit Kleinkind nebenher weiter schrieb, dass sie nicht aufgegeben hat und dass sie nicht darauf gehört hat, dass das Schreiben sowieso nichts bringt.

 

Ich bekomme es auch immer wieder zu hören: "Mit Schreiben verdient man kein Geld oder nur ganz wenig. Und die ganze Arbeit, die man da reinsteckt. Das lohnt sich nicht." Wer mir das sagt, hat mich nicht verstanden. Ich lege nicht so viel Wert auf Geld. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht und ich genieße es, wenn mir meine Leser erzählen, wie gerne sie mein Buch lesen. Das ist auch der Grund, warum ich einen Bestseller anstrebe. Nicht wegen des Geldes. Es ist sicherlich auch sehr schön. Aber dieses Gefühl, etwas erschaffen zu haben, an dem sich sehr viele Menschen erfreuen ... hach ... ich schweife vom Thema ab.

 

Sicherlich könnte ich mir auch Stephen King als Vorbild nehmen. Ich finde toll, dass er so schnell und auch noch gute Bücher schreiben kann. Aber irgendwie ist es was Anderes. Ich weiß, dass er auch viel darum gekämpft hat. Aber ich kann mich nicht mit seinem Leben identifizieren. Es ist so völlig anders verlaufen, als meins.

 

Bei J. K. Rowling ist es dieses Mutter sein. Dass ich weiß, wie es ist, wenn man schreibt und nebenher ein kleines Kind herum hopst. Und diese Sorge, wie man seine Rechnungen bezahlen soll. Und man tut etwas, was andere in diesem Moment nicht tun würden. Und es ist das Richtige.

 

Ich fühle es, dass es das Richtige ist.

Eigentlich habe ich viele Vorbilder

... und dann wiederum doch nicht.

 

Es gibt keinen Menschen, bei dem ich sage, genauso, wie er sein Leben führt, will ich es auch führen. Das wäre auch irgendwie doof. Dann wäre es nicht mehr mein Leben, sondern ich würde das Leben des Anderen kopieren.

 

Aber irgendwie schaue ich doch immer wieder auf Andere und denke: "Cool, das will ich auch so machen." Meistens sind es Menschen, die das erreicht haben, was sie wollten. Die darum gekämpft und nicht aufgegeben haben. Die die negativen Aussagen ausgeblendet haben.

 

Ich lese unheimlich gern über die Erfolgsgeschichten der Anderen. Es gibt mir Kraft und ich weiß, niemandem fällt der Erfolg einfach vor die Füße. Und diese ganzen Menschen, die für ihren Erfolg gekämpft und ihn erreicht haben, sind meine Vorbilder.

Ich finde Vorbilder wichtig

Natürlich kommt man auch ohne Vorbilder durch sein Leben. Denke ich jedenfalls. Doch wenn man etwas erreichen möchte, und dabei muss es nicht unbedingt eine berufliche Karriere sein, ist ein Vorbild hilfreich. Es ist wie ein Ziel, dass man vor sich sieht. Und man weiß, wo man hinlaufen muss.

 

Ein Vorbild gibt Orientierung und Hoffnung.

Bin ich ein Vorbild?

Ich hoffe es. Vor allem für meine Kinder möchte ich ein Vorbild sein. Es ist doch schön, wenn sich die Kinder an einem orientieren und nicht sagen: "Ich will alles anders machen." Außerdem ist mir wichtig, dass sie sehen, dass man seine Ziele erreichen kann, wenn man das wirklich möchte.

 

Wenn andere mich als Vorbild sehen würden, wäre ich sehr stolz. Das würde für mich heißen, dass ich weit gekommen bin. Und das nicht nur für mich. Sondern auch für die anderen. Passive Hilfe.

 

So wie unsere Vorbilder indirekt helfen, helfen wir als Vorbilder auch. Das zeigt, wie wichtig es ist, ein gutes Leben zu führen.

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